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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Die Elch-Posse: Headlines

Headlines

Unliebsame politische Gegner erschießt man oder, noch besser, man lässt sie erschießen. So geschehen in Moskau. Heute wird er bestattet, der Nemzow, und morgen kräht kein Hahn mehr danach. Die Taktiken sind doch gut. Einer macht Randale und der, der das Sagen hat, lässt ihn entsorgen. Somit sind die Machtverhältnisse wieder klar und strukturiert. Die Freundin war dabei und überlebte bzw. ihr passierte nichts. Was die wohl weiß? Das Feld für Vermutungen ist offen. Mord und Totschlag auf offener Straße. Na ja, das kennt man ja auch bei uns und ein bisschen Schwund ist immer.
Mit Google durch den Amazonas. Na, endlich mal was Erfreuliches. Da kann man also bequem vom Sofa aus durch den Busch schleichen. Coole Sache, das Google, ein bisschen allerdings stört es mich, dass diese unberührte Natur jetzt nicht mehr unberührt ist. Hoffentlich haben die nicht ihre Cola-Dosen überall rumliegen lassen. 
Kommen wir zu einem Thema, was gerade die Wogen hochschlagen lässt: Kinderpornos und die Strafe beträgt lediglich 5.000 Euro. Das ganze Ding ist eingestellt. Von Reue keine Spur und das Leben kann so weitergehen. Aufhören wird dieser Kranke mit Sicherheit nicht, aber er war ja auch Politiker, da gibt man gerne schon mal rechtlich was zu, so eine Art Polit-Bonus. Politik ist ein schmutziges Geschäft und letztlich komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass sich hier geradezu wahre Horden von subversiven Elementen tummeln. Gut, dass man das nicht alles weiß, ansonsten würde man vielleicht Amok laufen. 
Und dann war da noch das persönliche Highlight der noch jungen Woche. Unsere allseits bekannten Pseudoverlage haben sich wieder einige Possen geleistet.
Die eine Pseudologin gibt öffentlich zu, dass man bei ihr Bücher bezahlen muss und teilt unsere kostenfreie Broschüre "Pseudoverlag? Nein, danke!". Eine Posse ohne E, wenn ihr versteht, was ich meine ...
Die andere, ach so bürgerfreundliche Dame ist aufgeflogen mit ihren Pseudo-Preisen (Weltenbummler des Jahres, Unternehmer im Untergrund, Ehren-Mitglied der Pseudologen 2015, Gewinner von Preisausschreiben) und ihren Pseudo-Nominierungen (nominiert als Heilige 2020, nominiert für den grünen Daumen 2016, nominiert zur Rettung des Katers 2017 und, nicht zu vergessen, nominiert für den Abwesenheits-Preis der Buchmesse in Leipzig 2015). Sie ist inzwischen so lächerlich, dass man sich einfach nur noch fremdschämen muss. Peinlichkeiten über Peinlichkeiten, aber immer noch eine große Klappe und bloß nicht konfrontieren, da werden die Gegner geblockt und ignoriert. Da wird die Homepage schnell aktualisiert und die tollen "Preise" werden gelöscht, aber unser aller Freund Google speichert alles und ja, ich liebe Google. Sie kennt wohl nicht den schönen Satz: "Ignoranz führt tendenziell in den Misserfolg". Ist der point of no return erreicht, gibt es keine Umkehr mehr. Na ja, sei es drum, die Katerstimmung wird noch früh genug kommen und vermutlich wird dann auch der Letzte begriffen haben, dass sich ein solches Verhalten selten auszahlt, von Vertrauen wollen wir gar nicht reden ...

Also Nachbarn, seid wachsam und nicht vergessen: Et kütt wie et kütt.

Dienstag, 17. Februar 2015

Die Elch-Posse: Google erinnert sich gerne

Google erinnert sich gerne

Tja, Nachbarn, was nützt es, wenn man seine Sünden verschleiern will? Nix nützt es. Google speichert alles, restlos. Einige Pseudoverlage möchten inzwischen aus politischen Gründen einen augenscheinlich guten Leumund vortäuschen, denn im Täuschen und Tarnen sind sie ja Spitze, die Pseudologen und -innen. Nur, so ganz klappt das nicht, denn die Fakten liegen klar auf der Hand: Google speichert alles und jedes und eigentlich finde ich das richtig klasse. Wer nix Schlimmes macht, der hat auch nix zu befürchten. Auch gelöschte Einträge bleiben über Jahre erhalten und jeder kann sie mit einigen kleinen Tricks hervorlocken und dann ist das Ganze wieder sichtbar. Da nützt es nix, wenn man plötzlich nicht mehr Mitglied bei selbst gestalteten Vereinen ist, da nützt es auch nix, wenn man Seiten entfernt. Google sieht und speichert eben alles ab, und wenn nicht, dann verweisen sie auf andere Suchmaschinen ein Service, der begeistert.

Darum, Nachbarn, passt schön auf, was ihr wann und wo im Netz preisgebt. Homepagebesitzer trifft es noch ärger, denn die einmal gesetzten Seiten findet Google immer wieder. Irgendwie cool, so brauchen sich Pseudoverlage eigentlich nix mehr merken, was sie den Autoren angetan und abgeknöpft haben. Schwups, gibt man den Tagg ein und Zack, hast du nicht gesehen, erscheint es wieder. Da nützt kein Leugnen und kein Entfernen von der Homepage. Ist ´ne coole Sache, das Google.
Na, und wenn wir dann demnächst die Google App auch fragen können, wo denn der nächste Pseudoverlag ist, vielleicht gibt es dann entweder eine Warnmeldung, etwa wie: "Vorsicht! Biegen Sie nicht rechts ab, da wird Ihnen das letzte Hemd geraubt." Oder aber Google verweist auf die Seite: "NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen/ Pseudoverlagen. Bitte suchen Sie sich einen Publikumsverlag oder werden Sie Selfpublisher."

Wäre schon ´ne coole Sache von Google und eigentlich müssten ja die Nerven bei den Pseudoverlegern und -verlegerinnen blank liegen. Was wohl auch so ist, denn sie drohen bei jeder Kleinigkeit sofort mit komischen Anwälten. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob das überhaupt richtige Anwälte sind, vielleicht haben die sich bei ebay auch ´nen Studienabschluss gekauft oder im Ausland …, so genau weiß man das ja heute auch nicht. Gab ja auch schon ´nen imaginären Professor für Germanistik, der mit Geisterbrille oder völlig verkatert le(c)ktorierte ...

Normalerweise kennen sich doch Anwälte mit Datenschutz aus. Die bei Amazon reagieren sofort, wenn jemand den Datenschutz verletzt, hatte ich gestern erst. Vor allem müsste doch ein Rechtsanwalt mehr als eine Realschule besucht haben. Also die, die ich kenne, haben Abitur und auch ordentlich studiert, aber man weiß ja nie, was ein Pseudoverlag da angeheuert hat. Vielleicht wird deshalb ja auch nur gedroht, ich meine, das bringt mich glatt auf die Idee einer Revision. Was passiert eigentlich, wenn ein falscher Anwalt einen Mandanten vor Gericht vertritt? Das sind doch mal echte Fragen, die die Welt bewegen können. Wenn schon Professoren für Germanistik nicht existieren … Also solche gibt es schon im realen Leben, aber eine Pseudologin hatte einst einen als Lektor, seitdem sind ihre Bücher schwerer ... mit Fehlern, meine ich. Na, aber was ein echtes forensisches Trüffelschwein ist, das findet das auch noch heraus.

In diesem Sinne, Nachbarn, macht den Realitätscheck und seid wachsam.
… übrigens noch ein kleines Zitat:
"Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein."
Sophokles (496 405/6 v. Chr.) 

Montag, 9. Februar 2015

Die Elch-Posse: Pseudoverlage imaginär auf der Leipziger Buchmesse 2015

Pseudoverlage imaginär
auf der Leipziger Buchmesse 2015

Nachbarn, jetzt ist es raus. Wie aus zuverlässigen Kreisen bekannt wurde, werden in diesem Jahr auch Pseudoverlage imaginär anwesend auf der Buchmesse sein. Ich war zugegebenermaßen ein wenig sprachlos, als mich diese brisante Neuigkeit erreichte. Ich konnte es erst gar nicht glauben, aber nachdem wir (mit Verlaub, wir sind Aussteller Halle 5 D 401- 403) das Ausstellerverzeichnis 2015 durchgesehen haben, stellten wir fest, dass der besagte Pseudoverlag aus Viersen nicht auf der Ausstellerliste steht. Darauf ist jeder teilnehmende Verlag verzeichnet und nein, da wird auch niemand vergessen, wenn er denn seinen Stand ordentlich gebucht und bezahlt hat. Es wird niemand vergessen! Anmeldefristen sind im September der Vorjahres bereits abgeschlossen. Wer das einmal mitgemacht hat, der kennt sich aus ...
Der Informant hat recht. Pseudoverlage sind in diesem Jahr imaginär zugelassen oder aber sie lügen so schamlos Leute an, dass einem der Atem stockt. Stellt sich die Frage: Können Pseudologen lügen? Sind sie nicht alle so ehrlich? Ich kann es gar nicht glauben. Wo sie doch auch versprechen, dass sie Autoren zu Welterfolgen verhelfen und mindestens jeder 3. Autor Millionär wird. Warum sind sie denn dann imaginär auf der Buchmesse? Warum nicht real? Diese Fragen bewegen mich. Warum also imaginär auf der Buchmesse?
Hm …, es könnte an den Preisen liegen, die steigen ja bekanntlich jedes Jahr und vermutlich sind die Geschäfte bei einigen Pseudos derart rückläufig, dass man nicht mal mehr einen schlappen Tausender übrig hat für einen Messestand. Na ja, das Leben auf großem Fuße und mit großer Klappe ist ja bekanntlich auch recht teuer. Das Abzocken von Autoren ist auch nicht mehr so einfach. Die sind nämlich jetzt schlaue Selfpublisher geworden, und weil die so "erfolglos" sind, können die sich auch einen realen Messestand leisten. Sie sind nämlich sparsam und leben ganz ohne Jaguar und fahren lediglich einen Porsche.
Es kann natürlich auch sein, dass einige Pseudoverlage erkannt haben, dass sie auf der Buchmesse nicht mehr so einfach unbedarfte Autoren abzocken können, indem sie ihnen Ruhm und Erfolg versprechen. Na ja, und weil das alles so ist, haben sie sich wohl für einen imaginären Stand entschieden, um ihrem sozialen Umfeld (manche sagen Lobby oder Wähler dazu) vorzugaukeln, dass sie ja so erfolgreich seien und fleißig Messevorbereitungen zu treffen hätten ... Manche posten sogar ihre alten vergilbten Messebilder besserer Tage, um vorzutäuschen, auf einer aktuellen Buchmesse gewesen zu sein ... (Wohl keine Kohle für Photoshop *g)
Wir jedenfalls haben uns für den realen Kontakt zu unseren Lesern und Kunden entschieden und darum einen realen Messestand gebucht und freuen uns auf regen und realistischen Besuch.
Nachbarn, seid daher vorsichtig, wem ihr auf der Buchmesse begegnet, es könnte auch ein Geist sein, denn nur die sind imaginär. Trugbilder braucht keiner, es sei denn, er möchte Gast in einer der nächsten Klapsen werden ;-)
Bis neulich und bleibt abscheulich …
Euer Elchi

Die Elch-Posse: Von selbsternannten Prinzen und anderen nichtadeligen Namensträgern ...

Von selbsternannten Prinzen und
anderen nichtadeligen Namensträgern …


Dass die Welt ja kurios ist, dürfte allgemein bekannt sein, aber dieses Phänomen, sich Titel zu kaufen (gibt es schon für 49 € bei Ebay und ähnlichen Plattformen), ist schon bezeichnend für Betrüger aller Art. Fakt ist für mich, dass diese Leute, die so was nötig haben, noch nicht einmal in der Lage waren, eine Schulbildung abzuschließen, noch viel weniger ein Studium oder einen Beruf. Wie sonst käme man auf die Idee, sich einen Titel zu kaufen? Diese ganzen nichtadeligen Namensträger sind für mich Menschen ohne Selbstbewusstsein, ohne  eigene Persönlichkeit, außer mit krimineller Energie behaftet, nicht mehr und nicht weniger.
Genauso ist es mit denen, die einen Doktortitel kaufen. Wer jemals eine Doktorarbeit geschrieben hat, der weiß, wie viel Arbeit und Mühe es macht, dass ein Rigorosum kein Zuckerschlecken ist und auch ein Diplom viel Mühe und Arbeit macht, aber darauf kann man dann stolz sein mit Fug und Recht und der Titel steht sogar im Personalausweis.
Das Allerbeste aber ist, dass die meisten Menschen, die das geleistet haben, gar keinen großen Wert darauf legen, weil sie es nicht nötig haben, damit anzugeben. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies alles untersagt gehört. Entweder wird man mit einem Titel geboren oder aber nicht, und ob man dadurch ein besserer oder schlechterer Mensch ist, das wage ich zu bezweifeln. Ich kann "gekauft betitelte" Menschen weder achten noch respektieren, denn sie sind faul, dumm und ungebildet und wollen mehr scheinen als sie sind. Nicht überall, wo Prinz draufsteht, ist auch Prinz drin.
Passt auf euch auf, Nachbarn, am schlimmsten hat es wohl die Hohenzollern getroffen, was die inzwischen alles in ihrer Sippschaft haben, das ist wirklich sehr traurig und einfach nur noch lachhaft. Wer soll so etwas ernst nehmen? Ich jedenfalls nicht.
Vermehrt sind diese Lachnummern auch unter den Druckkostenzuschussverlagen (Pseudoverlagen) zu finden. Da schmückt man sich gerne mal mit einem kleinen Titelchen oder erfundenen Preisen oder Mitgliedschaften mit Krönchen verziehrt, denn man gönnt sich ja sonst nichts ganz im Sinne der Pseudologie, die diese Personen für sich gepachtet haben.
Nichtadelige Namensträger sagt das OLG dazu und hat einem von diesen Typen gezeigt, wo er wirklich herkommt ...
Also immer schön authentisch bleiben, dann klappt es auch mit dem Erfolg und mit den Nachbarn *zwinker


Die Elch-Posse: Bestseller

Bestseller

Ich weiß nicht, ob es euch nicht auch manchmal so geht, dass ihr einfach fassungslos über die Dummheit der Menschen nur noch lachen müsst. In meinem Fall muss ich über einige Autorenkollegen lachen und den Kopf schütteln. Ständig bekomme ich Mails and more mit Fragen, die nicht einmal die Auskunft beantworten könnte und Tante Google zur Vollversagerin abstempelt.
Neulich ging es damit los:
„Juhu, ich habe ein Buch geschrieben, weißt du einen Verlag?“
„Nein, weiß ich nicht.“
„Es ist aber ein Bestseller!“
„Ah ja, dann würde ich das an verschiedene Publikumsverlage schicken.“
„Ja, habe ich ja, aber immer nur Absagen.“
„Ah, so.“
„Kann ich dir mal den Text schicken?“
„Nein, ich bin kein Lektor, ich bin Autorenkollege und ich habe für so etwas nicht die Zeit.“
„Ja, aber …
„Ja, aber … ist einer der Sätze, die ich am meisten hasse. Denn es ist das untrügliche Zeichen der Uneinsichtigkeit eines Menschen. Tiere sagen nie: Komma, aber …
Gutmütig, wie ich nun einmal bin, frage ich dann völlig gelassen:
„Ist dein Buch denn schon lektoriert, dann könntest du es auch selbst verlegen, es gibt da was … von Amazon oder anderen Plattformen …“
Ich habe den Satz noch nicht ganz beendet, da kam dann:
„Lektoriert, was ist denn das?“
In meiner unendlichen Geduld erkläre ich, dass ein Buch auf Fehler untersucht werden müsse, damit der Leser auch Freude an dem Werk hat, es keine temporären Fehler oder Brüche und Rechtschreibfehler im Text gibt.
„Ach, das brauche ich nicht, ich habe ja Word und außerdem hat eine Freundin, die ist Deutschlehrerin und Autorin, drübergeschaut, das Buch ist fehlerfrei.“
Ich schlucke und vermeide es zu erwähnen, dass eins meiner Werke in einem Pseudoverlag von einem angeblichen Professor für Germanistik lektoriert wurde und er schlappe 1.000 Fehler übersehen hatte. Ich sage auch nicht, dass gerade Lektoren, die auch Autoren sind, meistens die schlechteren Lektoren sind, nicht alle, aber die meisten, weil sie nämlich den Stil verändern und in null Komma nichts dem ursprünglichen Werk die eigene Note aufdrücken, und dann wird es unecht. Ich verkneife mir auch, dass ich einen solchen Lektor einst fast erschlagen hätte, als aus meinen Trollen dann letztlich Kobolde wurden. Die Fassungslosigkeit steht mir heute noch im Gesicht geschrieben. Stattdessen sage ich in meiner bekannt ruhigen Art, dass ich denke, ein Lektorat durch einen freien Lektor sei sinnorientiert.
„Wieso?“, ereilt mich gleich die Frage.
„Weil es meine Erfahrung ist“, erwidere ich lakonisch.
„Ja, aber …  (Da ist es wieder, dieses Ja, aber ..., was ich hasse!)
Ich erwidere:
„Ja, aber ist dein Bestseller dir das denn nicht wert?“
Schweigen …
In diesem Sinne, ihr fröhlichen Bestseller-Schreiber, verschont mich bitte mit dämlichen Fragen, denn eine ehrliche Antwort könnt ihr wohl eh nicht aushalten. 

Die Elch-Posse: Nobelpreise für Alle

Nobelpreise für Alle

Alle Jahre wieder …

... gibt es die Nobel-Preise. Für alles Mögliche gibt es diese Nobel-Preise. Nobel war bekanntlich nicht nur ein kluger Mann, der 355 Patente sein Eigen nennen konnte, sondern auch ein weitsichtiger Mensch.
Ich persönlich finde es toll, dass es diese Preise gibt.  Besonders der für Literatur hat es mir angetan, wie könnte es auch anders sein. Allerdings hat das Ganze einen kleinen Schönheitsfehler, die damit ausgezeichnete Literatur sagt mir oft nicht zu, aber da ich ja nur ein kleiner Autor bin und nicht einmal erfolgreich, wie böse Zungen zu behaupten pflegen, sollte ich mich dazu wohl nicht zu kritisch äußern. Meine Meinung, so mit Abitur und abgeschlossenen Hochschulstudiengängen, ist da eh nicht von Belang. Diplome sind ja eh nur Schall und Rauch und überall im Sonderangebot zu erwerben. Worauf ich hinaus will, ist aber Folgendes: Könnte man dem Nobelpreis-Komitee nicht vorschlagen, einmal einen Preis zu verleihen für die schlechteste Literatur? Sozusagen einen Antipreis, und den dann gleich zu erweitern, so als Pseudoliteratur quasi, verlegt von einem Pseudoverlag. Das würde doch mal so richtig fetzen, dann bräuchten diese ganzen Pseudoverlage sich doch keine eigenen Preise mehr auszudenken, dann hätten sie endlich einen echten. Ich sag euch, Leute, dann könnten sie noch mehr unbedarfte Autoren abzocken. Sie bräuchten sich dann auch keine Fürsten- und Prinzentitel mehr zu kaufen, das wäre echt der Brüller. Was ist schon so ein doofer Titel gegen den Pseudo-Nobel-Preis? Ich sage euch, da täten sich ungeahnte Dimensionen auf. Man würde hinter vorgehaltener Hand flüstern: „Habt ihr schon gehört …? Selbst das Nobel-Komitee wurde aufmerksam …"
Das Ganze könnte man dann noch erweitern, sozusagen in Unterkategorien: Krimi-Pseudo-Nobel-Preis, Jugendbuch-Pseudo-Nobel-Preis usw. und das alles in den Pseudoverlagen dieser Welt. Der Wahnsinn, oder?
Schön wäre auch das Bundesverdienstkreuz am Pseudologenband in Kornblumen-Blau (für die Damen in Alt-Rosa) … da würde so manchem/r das Herz aufgehen ... Und am Ende???
Am Ende wäre das dann leider alles nur für die Katz … Na ja, das wäre dann echte Kater-Stimmung, oder?
Also lassen wir das und es bleibt alles, wie es ist … schade eigentlich.
Schönes Wochenende …
Euer Elchi 

Samstag, 11. Januar 2014

Max und seine Philosophie


Es ist wieder einmal spät geworden, viele Dinge waren noch zu erledigen gewesen. Dinge die notwendig waren, wir immer an solchen Tagen merkte ich gar nicht wie die Zeit verging. Ich kam nach Hause und schloss die Tür auf. Max erwartet mich schon und ich musste ein wenig grinsen. Wie eine Diva schlich er um mich herum. Ich hatte noch schnell ein Grillhähnchen gekauft, denn zum kochen hatte ich heute nach diesem Tag keine Lust mehr und Max und ich liebten Grillhähnchen. Nach dem wir unser Abendbrot verspeist hatten, machte ich mir meinen obligaten Tee und setze mich an den Rechner. Max verkrümelte sich auf seinen Platz auf dem Schreibtisch. Er sah zufrieden und ziemlich satt aus. Er putzte sich und ich grinste in mich hinein. Ich war sehr müde, denn der Tag war sehr anstrengend gewesen. Ich wollte nur noch schnell die Post erledigen und dann eigentlich nur noch zu Bett.

„Wie war dein Tag?“ fragte mich Max und ich grinste. „Schön dass du fragst.“ Entgegnete ich. Es war viel zu tun und ich bin ziemlich platt, wie war denn deiner?

„Ich habe heute in deinen Büchern gelesen.“ Du hast was? Gelesen habe ich, oder spreche ich "Felidae" auswärts.  Ich grinse. Nee schon klar, ich kann dich verstehen, und Felidae auswärts verstehe ich so oder so grinse ich.

Ja, ich habe das Buch mit dem Regenbogen-Elch gelesen. Ich schmunzele, denn ich weiß dass Max manchmal auf meine erdachten Figuren ein wenig eifersüchtig ist.

„Wie kommst du eigentlich auf diese Ideen immer?“

„Ich weiß nicht Max, manchmal überkommt mich das so und dann muss ich einfach schreiben und zeichnen.“

„Sprichst du eigentlich mit deinen Figuren?“ „Ja sicher tu ich das, in meinem Kopf, nicht natürlich laut, denn das wäre ja bescheuert, aber das tun alle Autoren.“

„Ja, aber mit mir sprichst du doch auch!“

„Ja, du bist ja auch real hier bei mir, der Regenbogen-Elch ist nur erdacht und alle anderen Figuren in den Büchern  auch.“

„Wird man da nicht als Autor manchmal wirr?“ Ich beginne schallend zu lachen.

„Nein Max, ein Autor kann immer sehr gut unterscheiden, zwischen Realität und Phantasie, das ist ein unbedingtes MUSS.“

„Ich halte dich auch nicht für wirr, oder verrückt. Ich stelle es mir nur schwer vor, dass so etwas dann auch mal verwischen kann, weil du manchmal sagst du wärst der Elch, wenn du mit Freunden telefonierst und die dann auch Elchi zu dir sagen.“ Ich beginne noch mehr zu lachen, Max scheint um meine seelische und geistige Gesundheit besorgt zu sein.

„Ach Max, das ist doch ein herrlicher Spaß, aber natürlich bin ich auch ein bisschen der Elchi und das Schaf und jede meiner Figuren. Das ist wie mit Kinder haben.“

„Aber du bist nie ein bisschen ich.“ Mault Max.

Ich lache und sage ruhig zu ihm, mein lieber kleiner Freund, du bist ja auch eine ganz eigene Persönlichkeit, dich muss ich nicht erdenken, aber wenn ich unsere Abendgespräche aufschreibe, dann verleihe ich dir auch die Menschensprache, weil Felidae Auswärts kann nicht jeder verstehen. Max grinst. Autoren sind irgendwie besonders. Quatsch sage ich, Autoren sind ganz normal nur irgendwie anders und nicht jeder kann das verstehen. Es gibt Berufe, da geht es nur um Fakten und so ein reiner Verstandsmensch der kann einen Kreativmensch nicht wirklich verstehen, denn die einen leben nur mit und für ihren Kopf und die anderen leben eben für ihr Herz und ihre Träume, die sie dann in Geschichten  und Figuren umsetzen.

„Bei dir ist aber eine Mischung, denn wenn ich sonst so deine Gespräche mal unabsichtlich mithöre, dann muss ich schon sagen, diese Mischung macht den Unterschied.“ Ich lache. „Max, ich bin nicht besonders, nur anders und ich weiß ich bin ein wenig gewöhnungsbedürftig.“

„Ich habe mich gut an dich gewöhnt, du bist lieb und hilfsbereit und du bringst immer leckere Sachen mit, eben ein echter Katzenpersonaler.“ Ich schmunzel und denke, nun schleimt er sich ein, obwohl nein das trifft es nicht, er ist irgendwie immer sehr ehrlich in seiner Art und ich weiß mein Max mag mich und ich ihn.

„Ich habe eine Geschichte gelesen in dem Buch, vom Abschied. Erkläre mir, warum Abschied immer so schwer ist für euch Menschen.“

Hm… nun wird es philosophisch denke ich und lächele.

Abschied Max, das bedeutet immer Trennung von Menschen und Dingen und nicht jeder kann damit gut umgehen. Die meisten Menschen werden dann traurig und mit Trauer können noch viel weniger Menschen umgehen.

„Aber man sieht sich doch immer wieder, selbst wenn man tot ist, dann trifft man sich auf dem Regenbogen, das hat der Elch des Regenbogens in einer deiner Geschichten gesagt.“

Ich erinnerte sofort welche Geschichte Max gelesen haben musst.

„Ja, das ist richtig, auch wenn das Leben endet geht es weiter, ich zumindest glaube das, nur dass man dann die Menschen die  nicht mehr leben, auch  nicht mehr sehen oder anrufen kann, dass man dann nur im Herzen und in Gedanken mit ihnen reden kann, aber auch keine Antwort bekommt, man erinnert sich dann an den oder die und denkt dann was er oder sie wohl zu dem oder das gesagt hätte.“

„Das tröstet euch Menschen wohl?“

„Ja, so in etwa auch wenn man traurig ist, es rückt dann ein wenig aus dem Mittelpunkt des Lebens, aber alles was man in seinem Herzen trägt, oder was man einmal geliebt hat, das ist so oder so immer bei einem.“

„ Das ist bestimmt sehr schwer, oder?“ „Ja, Max manchmal ist das sehr schwer und manchmal kann man auch nicht darüber reden, weil die Traurigkeit so groß ist, dass man gar nicht darüber reden will und man es manchmal auch gar nicht wahrhaben will. Dann braucht man Hilfe von außen.“

„Hm … so Psychologe oder wie?“

„Genau Max und dann kann man darüber auch reden und man muss dann das Loslassen lernen, auch wenn es schwerfällt. Wenn man das dann nicht tut, dann wird man noch mehr traurig und dann wird man auch krank.“

„Verstehe, wichtig ist dass man sich beim Verabschieden bewusst wird, dass man sich wieder sieht, aber das es eben dauert und dass man gar nicht traurig sein muss, denn irgendwann und irgendwo sieht man sich ja wieder.“

„Genau und wenn wir uns mal trennen müssen Mäxchen, dann werde ich am Ende des Regenbogens auf dich warten, ich werde im Gras sitzen und ich werde auf dich warten.“

„Genau Cheffe und ich werde das auch tun, wenn ich zuerst dahin gelange, aber jetzt sind wir erst einmal im Hier und Jetzt.“

Max kuschelt sich in meinen Arm und schläft zufrieden ein. Ich sitze nachdenklich mit Max im Arm an meinem Schreibtisch und er schnurrt zufrieden. Felidae im Glück. Nicht fett, nicht faul, aber ziemlich philosophisch. Ich lächele.

Montag, 6. Januar 2014